Zielgruppe finden mit Claude: So lernst du deine Kunden wirklich kennen (mit 3 Prompts)
Alter, Wohnort, Hobbys: Damit weiß weder Claude noch du, warum deine Kunden kaufen. In diesem Guide erfährst du, warum klassische Personas nicht mehr reichen, welche Fragen wirklich zählen, wo deine Kunden schon in ihren eigenen Worten sprechen und wie Claude dir in ein paar Minuten eine Recherche liefert, für die du früher Tage gebraucht hast.

Du schreibst Claude einen guten Prompt. Und trotzdem klingt der Text, als könnte er von jedem stammen. „In der heutigen schnelllebigen Welt …“, große Versprechen, nichts, bei dem deine Kunden denken: „Das bin ja ich.“
Das liegt selten am Prompt. Es liegt daran, dass Claude deine Kunden nicht kennt. Also rät Claude. Und genau das liest man.
Menschen kaufen nicht bei der Marke, die sie verstehen. Sie kaufen bei der Marke, die sie versteht. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Recherche bringst du Claude genau dieses Verständnis bei.
In meinen Kundenprojekten arbeite ich deshalb immer Recherche zuerst: Erst verstehen, was Menschen tatsächlich sagen und warum sie kaufen oder nicht kaufen. Erst danach entstehen Positionierung, Botschaften, Anzeigen und Texte. Genau diesen Ablauf zeige ich dir hier.
1. Warum klassische Personas nicht mehr reichen
Du kennst sie vielleicht aus Workshops: „Lisa, 34, Marketing-Managerin, wohnt in Köln, mag Yoga und Hafermilch.“ Eine erfundene Person, die eine ganze Zielgruppe darstellen soll.
Das Problem: Demografie sagt fast nichts darüber, warum jemand kauft. Die Autoren von Avatar Hacking zeigen das mit einem bekannten Vergleich: Ein Brite, Anfang 70, sehr vermögend, wohnt in einem Schloss. Das beschreibt König Charles III. Und genauso Ozzy Osbourne. Gleiche Eckdaten, völlig andere Menschen.
Wenn deine Zielgruppenbeschreibung klingt wie ein Dating-Profil (Alter, Wohnort, Hobbys), ist sie zu dünn. Entscheidend ist, was die Person antreibt: ihre Probleme, Wünsche, Ängste und der Moment, in dem sie nach einer Lösung sucht.
Statt einer erfundenen Persona arbeitest du deshalb besser mit einem Avatar im Sinne von „Behälter“: eine Sammlung echter Aussagen deiner Kunden, die du laufend ergänzt. Sie ist nicht hübsch ausgedacht, sondern belegt. Und genau so etwas kann Claude verarbeiten.
2. Segment, Persona, Moment
Drei Stufen, die du dir merken kannst:
- Segment: Selbstständige. Viel zu breit, eine Botschaft kann nicht alle ansprechen.
- Persona: Selbstständige ohne Zeit für Marketing. Schon besser, aber noch ohne Gefühl.
- Moment: Sie sitzt um 23 Uhr vor der leeren Caption, hat drei Entwürfe gelöscht und postet dann doch nichts.
Texte, die wirken, sprechen den Moment an. Deine Leser erkennen sich darin sofort wieder. Und diese Momente findest du nicht über Demografie, sondern in den Worten deiner Kunden.
3. Aus der Praxis: Was ein Beauty-Kissen über Zielgruppen verrät
Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Für eine Marke, die ein Kissen gegen Schlaffalten verkauft, haben wir Hunderte Stimmen aus Reddit, Foren, Amazon-Bewertungen und von Wettbewerbern gesammelt. Dazu kam eine Befragung nach dem Kauf mit 63 offenen Antworten von echten Kundinnen.
Die naheliegende Frage wäre gewesen: Wer kauft ein Anti-Aging-Kissen? Frauen ab 35, beautyaffin, gutes Einkommen. Stimmt vielleicht, hilft aber keinem einzigen Text.
Die bessere Frage war: Welcher Konflikt löst die Kaufentscheidung aus? Die Antwort stand in den Kundenstimmen: Die Kundin will in ihrer gewohnten Position gut schlafen, meistens auf der Seite. Und sie will morgens trotzdem nicht mit Druckspuren im Gesicht aufwachen. Beides gleichzeitig. Genau diese Spannung war der Kern der späteren Botschaften.
Noch wichtiger waren die gescheiterten Lösungen: Cremes, Patches, Seidenbezüge, anders schlafen. Für jede haben wir festgehalten, was sie wirklich leistet, was Kundinnen daran mögen und was ungelöst bleibt. Ein Seidenbezug zum Beispiel reduziert Reibung, nimmt aber nicht den Druck vom Gesicht. Genau in dieser Lücke liegt das Argument für ein neues Produkt.
Frag nicht nur „Wer kauft?“, sondern: Welcher Konflikt treibt den Kauf an? Was haben die Leute schon versucht, und warum hat es nicht gereicht? Das gilt für ein Kissen genauso wie für Coaching, Beratung oder einen Onlinekurs. Und: Jede starke Botschaft daraus ist erst eine Hypothese, die du testest, kein garantierter Gewinner.
4. Die 5 Fragen, die wirklich zählen
Ein bewährtes Werkzeug dafür ist das Value Proposition Canvas von Alexander Osterwalder. Es teilt die Kundenseite in Aufgaben, Schmerzen und Wünsche. Für dein Marketing ergänze ich noch zwei Fragen, die über den Kauf entscheiden:
- Aufgabe: In welcher Situation steckt deine Kundin, wenn sie dich braucht? Formuliere mit „wenn …“ oder „beim …“: wenn der Launch in zwei Wochen ist und noch keine Seite steht.
- Schmerz: Was nervt, kostet Zeit oder macht Angst? „Ich sitze ewig an jedem Post und er bringt trotzdem nichts.“
- Wunsch: Was soll danach anders sein, ganz konkret? Nicht „mehr Freiheit“, sondern: Freitag um 15 Uhr den Laptop zuklappen.
- Bisherige Lösungen: Was hat sie schon versucht, und warum hat es nicht gereicht? Hier findest du deinen Unterschied.
- Kaufbremse: Was hält sie davon ab, Hilfe zu kaufen? Zweifel, Zeit, Geld, schlechte Erfahrungen. Diese Punkte beantwortest du in deinen Texten, bevor sie gefragt werden.
Alex Hormozi beschreibt in $100M Offers, dass ein Angebot umso wertvoller wirkt, je größer das gewünschte Ergebnis ist, je sicherer man es erreicht und je weniger Zeit und Aufwand es kostet. Genau diese vier Stellschrauben findest du in den Antworten auf die Fragen 3 bis 5.
5. Schnelltest: Ist deine Zielgruppe ein guter Markt?
Bevor du tief einsteigst, lohnt sich ein kurzer Check, angelehnt an Hormozis vier Kriterien für einen guten Markt:
- Echter Schmerz: Ist das Problem drängend, oder nur „wäre schön“?
- Kaufkraft: Kann deine Zielgruppe für eine Lösung bezahlen?
- Erreichbarkeit: Weißt du, wo sie sich aufhält (Plattformen, Gruppen, Verbände)?
- Wachstum: Wird die Gruppe größer oder das Problem dringender?
Wenn du bei einem Punkt zögerst, ist das kein Weltuntergang. Es ist ein Hinweis, wo deine Recherche genauer hinschauen sollte.
6. 7 Orte, an denen deine Kunden in eigenen Worten sprechen
- Foren und Reddit: Hier fragen Menschen ehrlich, weil sie anonym sind. Such nach deinem Thema plus „Hilfe“, „Erfahrung“ oder „frustriert“.
- 3-Sterne-Rezensionen von Büchern oder Kursen zu deinem Thema: Fünf Sterne sind Lob, ein Stern ist Wut. Drei Sterne zeigen, was gefehlt hat.
- Negative Bewertungen deiner Konkurrenz: Was regt Kunden dort auf? Das ist deine Chance, es besser zu machen. Positive Bewertungen sind manchmal gekauft, negative selten.
- Kommentare bei Konkurrenz-Accounts: Fragen, Zweifel und Wünsche, ganz ohne Filter. Besonders unter Beiträgen, die viele Kommentare haben.
- Deine eigenen DMs, Mails und Kundengespräche: Die wertvollste Quelle überhaupt, weil es deine echten Kunden sind. Schreib wörtlich mit, nicht sinngemäß.
- Facebook-Gruppen und Communities: Dort, wo sich deine Zielgruppe gegenseitig hilft.
- Google-Suchvorschläge und Tools wie AnswerThePublic: Was wird wirklich gesucht, und wie wird es formuliert?
Das alles von Hand zu lesen dauert Tage. Mit eingeschalteter Websuche erledigt Claude den ersten Durchgang in ein paar Minuten. Deine Aufgabe ist danach das Prüfen und Einordnen.
7. Suchbegriffe, die echte Kundenstimmen liefern
Such nicht nur nach deinem Produkt oder deinem Angebot. Problemorientierte Suchen liefern viel ehrlichere Aussagen. Ersetze [Problem] durch das Problem deiner Zielgruppe, zum Beispiel „keine Zeit für Social Media“:
- Das Problem selbst:
"[Problem]" reddit·site:gutefrage.net "[Problem]" - Frust und gescheiterte Versuche:
"[Problem]" "tried everything"·"[Alternative]" "funktioniert nicht" - Wünsche und Entscheidung:
"[Problem]" "wish"·"[Angebot]" "lohnt sich"·"worth it" - Kaufhürden:
[Kategorie] 1 Stern Bewertung·"[Alternative]" bereut·regret
Sammle deutsche Umgangssprache und englische Formulierungen getrennt. Eine 1:1-Übersetzung trifft selten, wie Menschen wirklich reden. Gerade US-Communities auf Reddit sind oft weiter und erstaunlich offen.
8. Meine 5 Regeln für saubere Recherche
- Originalsprache zuerst: Kundenaussagen werden wörtlich übernommen. Englisch bleibt Englisch. Eine Übersetzung darf daneben stehen, ersetzt aber nie das Original.
- Jedes Zitat mit Fundstelle: Link, Plattform und, wenn möglich, Datum. Ohne Quelle ist es kein Beleg.
- Rohdaten und Deutung trennen: Was jemand sagt, welches Muster du darin siehst und welche Marketingidee daraus folgt, sind drei verschiedene Dinge.
- Muster vor Einzelmeinung: Ein spektakulärer Kommentar ist kein Marktbeweis. Was oft, emotional und kaufnah auftaucht, zählt mehr.
- Gegenstimmen suchen: Such bewusst nach Aussagen, die deiner Vermutung widersprechen. Die schützen dich vor teuren Fehlentscheidungen.
9. 3 Prompts: Recherche, Auswertung, Hooks
Funktioniert mit Claude und ChatGPT. Schick die Prompts nacheinander im selben Chat, dann baut jeder Schritt auf dem vorherigen auf. Für Prompt 1 schaltest du die Websuche ein.
Prompt 1: Echte Kundenaussagen recherchieren
Prompt anzeigen: Recherche der SchmerzpunktePrompt ausblenden
RECHERCHE: DIE SCHMERZPUNKTE MEINER ZIELGRUPPE Ich bin [dein Beruf / was du anbietest] und möchte [deine Zielgruppe, z. B. Selbstständige mit kleinem Team] erreichen. Recherchiere in deutschsprachigen Foren, Reddit, Facebook-Gruppen, Rezensionen (z. B. 3-Sterne-Bewertungen von Büchern zu [dein Thema]), Social-Media-Kommentaren und Google-Suchvorschlägen: 1. Worüber ärgert sich diese Zielgruppe beim Thema [dein Thema] am meisten? 2. Was hat sie schon ausprobiert, und warum hat es nicht funktioniert? 3. Welche Fragen stellt sie immer wieder, und welche Sorge steckt dahinter? 4. Was wünscht sie sich, und wie beschreibt sie das in ihren eigenen Worten? Berücksichtige deutsche und englischsprachige Quellen (z. B. US-Reddit). Lieferformat: Tabelle mit Nummer, Thema, Originalzitat (wortwörtlich, in Originalsprache), Direktlink, Plattform, Datum (falls bekannt). Wichtig: - Keine Zitate erfinden, nichts glätten, nicht ohne Kennzeichnung übersetzen. - Wenn du eine Seite nicht öffnen konntest oder nur ein Suchergebnis-Ausschnitt sichtbar war, kennzeichne das. - Sortiere nach Häufigkeit und nenne auch Gegenstimmen. - Schreib am Ende die 10 Sätze auf, die diese Zielgruppe wörtlich so sagt.
Prompt 2: Aussagen sortieren und auswerten
Hier kannst du zusätzlich anonymisierte Notizen aus deinen eigenen Kundengesprächen einfügen. Lass Namen und Firmen immer weg.
Prompt anzeigen: Aufgaben, Schmerzen, WünschePrompt ausblenden
AUSWERTUNG: AUFGABEN, SCHMERZEN, WÜNSCHE Hier sind meine gesammelten Kundenaussagen: [Ergebnis aus der Recherche und/oder anonymisierte Notizen aus Kundengesprächen, DMs, Mails einfügen] Sortiere jede Aussage in genau eine dieser Kategorien: 1. Aufgabe: In welcher Situation steckt die Person gerade? (Formuliere mit „wenn …“ oder „beim …“) 2. Schmerz: Was nervt, kostet Zeit oder macht Angst? 3. Wunsch: Was soll danach anders sein, ganz konkret im Alltag? 4. Bisherige Lösung: Was hat sie schon versucht, und warum hat es nicht gereicht? 5. Kaufbremse: Was hält sie davon ab, Hilfe zu kaufen? Danach: - Nenne die 3 häufigsten Schmerzen und die 3 stärksten Wünsche, jeweils mit den Originalzitaten. - Welches Grundmotiv steckt dahinter (z. B. Sicherheit, Anerkennung, Zeit, Status, Bequemlichkeit)? - Wo widersprechen sich Aussagen? Wo fehlen mir noch Daten? - Kennzeichne jede Aussage als BEOBACHTET (Zitat mit Quelle), ABGELEITET (Deutung aus Belegen), HYPOTHESE (noch ungeprüfte Idee) oder OFFEN (Belege fehlen oder widersprechen sich). - Zähle nur, was du wirklich ausgezählt hast, und zähle mehrere Beiträge derselben Person nicht doppelt.
Prompt 3: Von A nach B, plus 5 Hooks in Kundensprache
Prompt anzeigen: Von A nach B mit HooksPrompt ausblenden
VON A NACH B: HOOKS IN KUNDENSPRACHE Grundlage ist diese Auswertung meiner Zielgruppe: [Ergebnis aus dem Auswertungs-Prompt einfügen] Beschreibe: - Punkt A: Wo steht meine Kundin oder mein Kunde heute? In 3 Sätzen, in ihren Worten, mit einer konkreten Alltagsszene (Uhrzeit, Ort, was gerade passiert). - Punkt B: Wo will sie hin? Als Moment, nicht als Ziel („Abends den Laptop zuklappen und …“). - Die 3 größten Hindernisse dazwischen. Schreib dann 5 Hooks für Instagram oder LinkedIn, die bei Punkt A anfangen. Regeln: Wörter aus den Originalzitaten benutzen, kein Fachwort, keine Floskeln, maximal 12 Wörter pro Hook.
10. So wertest du das Ergebnis aus
- Zählen: Was taucht immer wieder auf? Das ist dein Hauptthema für Content und Angebot.
- Wörtlich übernehmen: Die Sätze deiner Kunden sind deine besten Hooks und Überschriften. Nicht umformulieren, nur kürzen.
- Prüfen: Öffne mindestens fünf Quellen selbst. KI kann Zitate falsch zuordnen oder erfinden.
- Vier Stufen der Sicherheit: Beobachtet (Zitat mit Quelle), abgeleitet (Deutung aus mehreren Belegen), Hypothese (Idee, noch nicht getestet), offen (Belege fehlen oder widersprechen sich). So weißt du immer, worauf du dich verlassen kannst.
- Den Kernkonflikt finden: Welche zwei Wünsche stehen sich gegenüber? Beim Kissen war es „gut schlafen“ gegen „ohne Spuren aufwachen“. Bei Selbstständigen ist es oft „sichtbar sein“ gegen „keine Zeit dafür haben“.
- Speichern: Leg die Ergebnisse als Datei ab und ergänze sie alle paar Wochen. Deine Zielgruppe ist kein einmaliges Projekt, sie verändert sich mit dem Markt.
11. Die Kaufmotive hinter den Worten
Hinter jeder Aussage steckt ein Grundmotiv. Drew Eric Whitman beschreibt in Cashvertising acht grundlegende Antriebe, darunter Sicherheit und Schmerzvermeidung, Bequemlichkeit, Status und soziale Anerkennung. Für Selbstständige tauchen besonders oft diese vier auf:
- Sicherheit: „Ich will wissen, dass das funktioniert, bevor ich Geld reinstecke.“
- Zeit und Bequemlichkeit: „Ich hab keine Lust, abends noch zwei Stunden an Texten zu sitzen.“
- Anerkennung: „Ich will endlich als Expertin wahrgenommen werden.“
- Kontrolle: „Ich will selbst entscheiden können, statt von einer Agentur abhängig zu sein.“
Und noch etwas: Nicht jeder steht an derselben Stelle. Manche wissen noch gar nicht, dass sie ein Problem haben, andere vergleichen schon Angebote. Wer das Problem gerade erst spürt, braucht Content, der es benennt. Wer schon sucht, braucht Beweise und einen klaren nächsten Schritt.
12. Vorher-Nachher: So verändert sich dein Text
Ein Beispiel für eine Social-Media-Beraterin, die Selbstständige erreichen will:
„Social Media ist heute wichtiger denn je. Mit der richtigen Strategie erreichst du mehr Sichtbarkeit und gewinnst neue Kunden. Lass uns gemeinsam durchstarten!“
„Du sitzt um 23 Uhr vor der leeren Caption, löschst den dritten Entwurf und postest am Ende doch nichts? Dann liegt es nicht an dir, sondern daran, dass du jeden Tag bei null anfängst.“
Der zweite Text funktioniert, weil er einen echten Moment beschreibt und Wörter benutzt, die die Zielgruppe selbst sagt. Genau das liefert dir die Recherche.
13. 5 typische Fehler
- Für alle schreiben: Wer alle anspricht, erreicht niemanden. Entscheide dich für eine Hauptzielgruppe.
- Nur Demografie: Alter und Wohnort ohne Probleme und Wünsche sind ein Dating-Profil, keine Zielgruppe.
- Raten statt fragen: Deine Annahmen fühlen sich richtig an. Prüf sie trotzdem an echten Aussagen.
- KI-Ergebnisse ungeprüft übernehmen: Zitate immer stichprobenartig an der Quelle kontrollieren.
- Einmal machen und vergessen: Märkte ändern sich. Ergänze deine Sammlung regelmäßig, zum Beispiel alle zwei Wochen.
Fazit und nächster Schritt
Je besser Claude deine Kunden kennt, desto weniger klingen deine Texte nach KI. Mit den drei Prompts oben hast du in einer Stunde mehr echte Kundenstimmen, als die meisten Selbstständigen je gesammelt haben.
Der nächste Schritt: Damit du das nicht in jedem Chat neu erklären musst, speicherst du dein Wissen dauerhaft in Claude. Als Wissensbasis aus Zielgruppe, Angebot und Schreibstil.
Du findest mit mir echte Kundenaussagen, wertest sie mit Claude aus und baust dir eine Wissensbasis. Danach schreibt Claude Posts, Verkaufsseiten und E-Mails, die nach dir klingen und deine Kunden treffen.
Auch für Anfänger: Zu jedem meiner Claude-Kurse gibt es ein Setup und eine Einführung, wie du alles anlegst und mit Claude arbeitest. Der Kurs ist die Basis für alle meine kommenden KI-Kurse und für unsere Zusammenarbeit.
Häufige Fragen
Brauche ich Claude Pro oder ChatGPT Plus?
Für die Prompts in diesem Artikel nicht: Du kannst sie ganz normal in den kostenlosen Versionen von Claude und ChatGPT nutzen. Wenn du dein Marketing aber auf das nächste Level heben willst, empfehle ich dir Claude. Und weil wir dort mit Skills, Agenten und Projekten arbeiten, brauchst du dafür die bezahlte Version, also mindestens Claude Pro.
Darf ich Kundengespräche in Claude einfügen?
Nur anonymisiert: Namen, Firmen, E-Mail-Adressen und alles, was auf eine Person schließen lässt, vorher entfernen.
Wie oft sollte ich meine Zielgruppe neu recherchieren?
Ein großer Durchgang zu Beginn, danach reicht es, alle paar Wochen neue Aussagen aus Kommentaren, DMs und Gesprächen zu ergänzen.
Was ist der Unterschied zwischen Persona und Avatar?
Eine Persona ist eine erfundene Beispielperson. Ein Avatar im Sinne von Avatar Hacking ist eine Sammlung echter Daten und Aussagen über deine Zielgruppe, die sich laufend weiterentwickelt.
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